Lugar: Hypo-U-Ausschuss - Welche Rolle spielte Faymann?
Agierte im Stile das Gerhard Dörfler - überall rauszuhalten und sich einfach nicht interessieren
Spannend dürften die kommenden Tage im Hypo-U-Ausschuss werden, wenn Bundeskanzler Werner Faymann und Klubobmann Andreas Schieder als Auskunftspersonen geladen werden. „Wir werden erfragen, inwieweit sie die Notverstaatlichung der Hypo beeinflusst haben“, sagte Team Stronach Klubobmann Robert Lugar heute in einer Pressekonferenz. Denn beide wären anfänglich gegen die Notverstaatlichung gewesen, erinnerte Lugar. Auch zwei mysteriöse Telefongespräche Faymanns mit Angela Merkel kurz vor der Notverstaatlichung wolle man genauer beleuchten, so Lugar.
„Schieder wollte die Vereinbarung mit Bayern bis zum Schluss platzen lassen. Warum schwenkte er dann ganz plötzlich um?“, fragte Lugar. Faymann wiederum habe sich ganz dem Stil von Gerhard Dörfler verschrieben und sich so wie der ehemalige Kärntner Landeshauptmann „nie für die Notverstaatlichung interessiert. Sich überall rauszuhalten und sich einfach nicht zu interessieren“ sei für einen Bundeskanzler weder nachvollziehbar, noch in Ordnung, denn „mit seiner Zustimmung zur Notverstaatlichung hat er den Steuerzahlern 20 Milliarden umgehängt“, erinnerte Lugar.
Noch interessanter sei der Umstand, dass Faymann kurz vor der Notverstaatlichung zwei Mal mit Angela Merkel telefoniert hatte. „Wir werden erfragen, was für Tipps sich Faymann bei Merkel geholt hat“, erklärte Lugar und fügte hinzu: „Immerhin hätte eine Pleite der Hypo die Bayern Milliarden gekostet!“