Krüger-Fischer: NÖ muss 2016 als Unternehmensstandort wieder attraktiver werden
Blau-Gelbe Wirtschaftspolitik darf Industrie nicht stiefmütterlich behandeln
Die NÖ Landespolitik ist im kommenden Jahr gefordert, rasch und mit gezielten Maßnahmen, die heimischen Betriebe und Unternehmer zu stärken, fordert die Landesobfrau des Team Stronach für NÖ, Renate Krüger-Fischer. Sie begründet ihre Forderung mit der „erschreckend“ hohen Zahl an arbeitslosen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern und mit der sinkenden Attraktivität NÖs als Standort für Unternehmen bzw. für Neuansiedelungen.
„Nur gesunde Betriebe schaffen Arbeitsplätze“, basierend auf diesem Leitsatz von Frank Stronach schlägt Krüger-Fischer für NÖ vor: „Was NÖ im Rahmen seiner Möglichkeiten machen kann, sollte rasch angegangen werden, um den Unternehmern zu beweisen, dass sie in NÖ erwünscht sind.“
In Verkehr, Internet und Ausbildung investieren – Senkung der Lohnstückkosten wichtig für Standortsicherung
Krüger-Fischer listet dazu einige Details auf:
- Noch immer sind große Teile NÖs ohne leistungsstarke Verbindung ins Internet
- Das Waldviertel bedarf einer besseren Verkehrsanbindung sowohl an den Zentralraum NÖs, als auch an den Großraum Wien. Dazu zählen eine Waldviertel-Schnellstraße, sowie der Ausbau des öffentlichen Verkehrs samt einer besseren Schieneninfrastruktur
- NÖ ist in den vergangenen Jahren zu dienstleistungslastig geworden, die Industrie ist das Stiefkind der NÖ Wirtschaftspolitik. Dabei wäre eine erste, wichtige Maßnahme eine Qualifikationsoffensive bei den sog. MINT Berufen – Informatiker, Physiker, Chemiker, Ingenieure, Biowissenschaftler. Forcieren wir diese Berufe, dann können wir in NÖ die offenen Stellen besetzen und so die Standortqualität sichern und verbessern.
- Die Gelder der Niederösterreicher sind zielgerichtet zur nachhaltigen Schaffung von Arbeitsplätzen einzusetzen. Zur Zeit fließt zu viel Geld in kulturelle Vorhaben, die oft auch zur medialen Inszenierung von Regierungspolitikern dienen.
- Die Landespolitik möge auch auf die Bundespolitik in Hinblick auf eine Senkung der Lohnstückkosten und der Arbeitskosten hinwirken. Im Wettbewerb um Produktionsstandorte mit Tschechien, Slowenien, Slowakei, Ungarn und Deutschland hat Österreich im Bereich der Lohnstückkosten und Erzeugerpreise an Wettbewerbsvorteilen stark eingebüßt. Österreich verzeichnet im europäischen Vergleich zwischen 2008 und 2012 mit 15,5% den höchsten Anstieg bei den Arbeitskosten (durchschnittlicher Anstieg im Euroraum betrug 8,7%).