Köfer/Prasch: Bildungsreform erfordert grundsätzlichen Systemwechsel!
Parteipolitik raus aus der Bildung. Kompetenz-Wirrwarr im Schulbereich beenden
"Von vielen verschiedenen Seiten wird dem österreichischen Bildungs- und Schulsystem bereits seit Jahren attestiert, dass es eine effiziente Leistungserbringung nicht gewährleisten kann und von unterschiedlichen Sichtweisen bzw. Interessenslagen gekennzeichnet ist", auf diese Tatsache machen heute in Bezug auf die Pressekonferenz von LH Kaiser der Kärntner Landesrat Gerhard Köfer und der Obmann der Team Stronach-IG im Kärntner Landtag, Abg. Hartmut Prasch, aufmerksam und ergänzen: "Wie der Rechnungshof penibel erhoben hat, sind viele der großen strukturellen Bildungsprobleme auf die unübersichtlichen Kompetenzlagen zurückzuführen."
Köfer fordert als Basis für eine dringend notwendige Bildungsreform einen gänzlichen System- und Paradigmenwechsel - vor allem in der Schulverwaltung - ein: "Derzeit finden wir bei der Bildung ein regelrechtes Kompetenz-Wirrwarr vor: In einem kleinen Land wie Österreich gibt es mit den Schuldirektionen, den Landesschulräten, den Schulabteilungen der Länder und der Bundeszuständigkeiten bzw. den Ministerium nicht weniger als fünf Zuständigkeiten für ein Thema. Damit muss endlich Schluss sein, das würde auch positive budgetäre Effekte zur Folge haben." Ebenfalls verlangt Köfer als Grundlage für eine funktionierende Bildungsreform die komplette Entpolitisierung aller Schulbehörden: "Nicht die Parteipolitik und das Parteibuch dürfen das Bildungssystem bestimmen, sondern unabhängige Experten." Auch die Mitbestimmungsrechte für Schülerinnen und Schüler sollen weiter ausgebaut und verbessert werden: "Hierfür liegen dem Kärntner Landtag entsprechende Anträge unserer Fraktion vor. Der Landesschulgemeinschaftsausschuss muss - analog zum Modell auf Schulebene - auch für das Land eingeführt werden", so Prasch weiter.
Ein klares "Nein" äußern Köfer und Prasch abschließend zu Sparvorhaben im Bildungsbereich: "Hier geht es um die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder, eine weitere Nivellierung des Bildungsniveaus nach unten können und werden wir nicht zulassen. Es darf nicht bei Bildungseinrichtungen und Schülern gespart werden, sondern einzig und alleine bei der veralteten Verwaltung der Bildung."