Hagen: Flüchtlinge - Registrierung muss schon in Griechenland erfolgen

„Der Fährenstreik in Griechenland hat gezeigt, wenn die Fähren nicht fahren, dann gibt es auch keine Flüchtlinge auf der Balkanroute. Das hat mir zu denken gegeben - es wäre ein Leichtes für Griechenland, die Flüchtlinge vor Betreten der Fähren, wie ja auf Flughäfen selbstverständlich, zu registrieren“, stellte Team Stronach Generalsekretär und Sicherheitssprecher Christoph Hagen in seinem Debattenbeitrag zur Flüchtlingsfrage fest. „Tatsächlich werden die Menschen weder in Griechenland noch in einem der Balkanländer registriert, sondern erst in Deutschland“, betonte Hagen. Er erwartet von den Griechen, „die europäischen Regeln einzuhalten und ihre Aufgaben zu erfüllen, bevor die EU einen Haufen Geld hinunterschickt!“

Vor diesem Hintergrund mute es „eigenartig“ an, dass just nach der Ankündigung Deutschlands, das Dublin-Verfahren wieder anzuwenden, das österreichische Innenministerium die Zahl der erwarteten Asylanträge von 86.000 auf 95.000 nach oben korrigiert hat. „Was passiert wenn Deutschland die Flüchtlinge zurückschickt?“, habe Hagen einen Beamten des Innenministeriums gefragt. „Das ist kein Problem, weil wir die Leute dann einfach dorthin schicken, wo sie hergekommen sind“, so die Antwort. „Doch wohin soll man die Menschen schicken, wenn sie nirgendwo registriert wurden“, mahnte Hagen.

Bereits vor vier Jahren habe Hagen im Migrationsausschuss des Europarates die Errichtung einer 10 km langen Grenzzone in Nordafrika gefordert, um die Flüchtlinge vor der gefährlichen Überfahrt übers Mittelmeer abzuhalten. Doch schon damals hätte die kommunistische Partei Griechenlands die Devise ausgegeben „Türen auf, alle rein!“. „Heute, wo die Kommunisten in der griechischen Regierung sitzen, lässt das Land die Flüchtlinge völlig ungehindert und unkontrolliert nach Europa kommen“, kritisierte der Team Stronach Generalsekretär.

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