Equal Pay Day - Schenk: Unbezahlte Arbeit muss in Einkommensvergleichen berücksichtigt werden

Team Stronach Frauensprecherin Abg. Martina Schenk
fordert anlässlich des "Equal Pay Day", dass unbezahlte Arbeit, die
hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird, in den Einkommensvergleichen
berücksichtigt wird. "Denn Pflegearbeit, Kinderbetreuung, Hausarbeit
oder Erziehung haben einen enormen volkswirtschaftlichen Wert", so
Schenk.

In Österreich wird sogar zwei Mal im Jahr auf die offene
Gehaltsschere aufmerksam gemacht. Einmal im Frühling - hier wird
festgestellt wie viel länger Frauen für das gleiche Gehalt im neuen
Jahr noch arbeiten müssen, das Männer schon mit Ende des Vorjahres
beisammen hatten - und einmal im Herbst - derjenige Tag, an dem
Männer das Gehalt erreicht haben, für das Frauen noch bis Jahresende
weiterarbeiten müssen. Wie groß die Gehaltsschere tatsächlich ist,
kommt auf die Berechnungsmethode an. Aktuell werden 21,26 Prozent
kolportiert. Auf diese Zahl kommt man unter Berücksichtigung aller
Berufsgruppen mit Vollzeiteinkommen. Werden auch Berufsgruppen
(Frauen arbeiten oft in niedrig entlohnten Branchen), Alter, Bildung,
Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und der Teilzeitfaktor
miteinbezogen, kommt man auf völlig "bereinigte" 12,6 Prozent.

Schenk betont, dass Vergleiche nur zielführend sind, wenn sämtliche
relevanten Faktoren miteinbezogen werden. "In der Diskussion rund um
die Gehaltsschere fehlt mir die Berücksichtigung von unbezahlter
Arbeit - etwa das Pflegen von Familienangehörigen. Die Leistungen der
Angehörigen machen Pflege und Betreuung in Österreich erst
finanzierbar."

Der Wert der erbrachten Betreuungsarbeit wird auf über drei
Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. 9,7 Milliarden Stunden werden
jährlich für unbezahlte Tätigkeiten, wie Hausarbeit, Kinderbetreuung,
die Pflege von Kranken oder ehrenamtlicher Arbeit aufgewendet. Zwei
Drittel davon leisten Frauen.

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