Kaltenegger: Lokalaugenschein - eine Nacht bei den Flüchtlingen

Die Situation in Nickelsdorf zeigt, diese Bundesregierung ist rücktrittsreif.


Diese Nacht werde ich niemals vergessen. Ich bin vor einigen Tagen am Abend nach Nickelsdorf an die ungarische Grenze gefahren und erst am nächsten Morgen zurückgekehrt. Warum?

  • Weil wir eine Bundesregierung und einen Bundeskanzler haben, die uns nicht die Wahrheit sagen.
  • Weil wir leider zum Teil eine mediale Berichterstattung haben, die - gleichgeschaltet einer zum Teil völlig inkompetenten Regierung - den Bürgern Märchen erzählt.
  • Weil wir teilweise ein Unverständnis für die Ursachen dieser Massenflucht und die dringend notwendigen Maßnahmen dagegen vor Ort in den Krisenregionen bei der heimischen Bevölkerung haben.
  • Weil wir derzeit nur die Spitze des Eisberges von dem erleben, was wir – ausgelöst durch die Untätigkeit der EU und der eigenen Regierung - noch auslöffeln dürfen. 

 

Millionen bereits im Aufbruch

Es sind noch Millionen - allein aus Syrien - auf der Flucht. Mindestens 4 Millionen sind schon in der Türkei, im Libanon oder in Jordanien. Man muss mit mindestens weiteren 4-5 Millionen allein aus Syrien rechnen. Zieht man die anderen Krisenregionen dazu, dann werden es wahrscheinlich bis zu 50 Millionen Menschen oder mehr sein, die sich Richtung Europa bewegen!

Hört man sich die nicht mehr nachvollziehbaren Kommentare zu den Problemen z.B. einer Frau Merkel oder eines Herrn Faymann an, gibt es eigentlich nur eine Antwort: sofort zurücktreten! Sie sind hauptverantwortlich dafür, dass derzeit teilweise kein Gesetz mehr gilt und, dass Bürger der Krisenregionen meinen, Deutschland und Österreich wären ein Schlaraffenland.

Bilder der heutigen Nacht

Einerseits bestätigt sich, dass vorwiegende junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren kommen. Dazu auch viele Familien - Männer, Frauen und Kinder. Ja, es ist erschütternd und beklemmend. Die Bilder dieser Nacht sagen mehr als tausend Worte.

 

Über die Fluchtgründe

Einige erzählten, sie hätten zwar Geld aber vieles sei in der Heimat kaputt geschossen. Andere sagen, sie wollen nicht in den Krieg bzw., dass deren Söhne in den sinnlosen Bürgerkrieg ziehen müssen. Andere sehen keine Perspektiven auf Grund des Bürgerkrieges - mit kräftiger Unterstützung aus dem Westen angezettelt. Man spürt aber auch bei Vielen – möglicherweise ist jetzt die einzige Chance, nach Europa zu kommen!

Die Arroganz seitens der USA und zum Teil auch Europas, weltweit Nationen und Völkern unsere "demokratischen Vorstellungen" auf das Auge drücken zu wollen, erzeugt immer nur Krieg, Blut, Tränen und Not.


Freiwillige Helfer sind grandios

Das Gefühl in Nickelsdorf heute Nacht war beklemmend. Es ist eine eigenartige Stille, es ist schlimm, was man sieht. Dass die Unterstützung der Flüchtlinge überhaupt einigermaßen funktioniert, ist den vielen Freiwilligen zu verdanken. Würde man sich nur auf die Regierung verlassen, wäre man verloren. Und natürlich gibt es wie immer auch Nutznießer. Die Taxibetreiber stehen Schlange, um Flüchtlinge weiter zu transportieren. Zum Teil gegen sehr teures Entgelt, Geld rangiert hier vor Barmherzigkeit! Oder Busunternehmer – aus ganz Ost- und Südösterreich. Man transportiert die Menschen im Minutentakt weiter. Wohin? Das weiß keiner. Nur weg, man hat das Gefühl, man wollle das „Problem“ so schnell wie möglich weg haben.


Handeln der Bundesregierung empört

Spricht man mit den offiziellen wie privaten Helfern vor Ort, dann spürt man deren Ohnmacht wie auch Verbitterung. Die Bundesregierung versage nicht nur sang- und klanglos bei der Ersthilfe. Es gibt auch keine Konzepte, keine durchdachten Aktionen, keine Einsatzpläne. Manche Helfer sind schon seit Tagen da, ohne zu wissen wie lange ihr Einsatz noch dauern wird. Die Situation ist ein Sittenbild dieser inferioren österreichischen Bundesregierung mit einem Bundeskanzler, der augenscheinlich nicht weiß, was er tut oder spricht. Und niemand entfernt ihn vom Steuerruder.


Kontrollen oder keine Kontrollen

Die Realität, dass es keine Grenzkontrollen gibt, öffnet Tür und Tor für jeden Missbrauch. Als heimischer Bürger wird man unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung tagtäglich gefilzt. Egal ob durch die Datenspeicherung am PC, Telefon, Bankomat, Kreditkarte, E-Card – der eigene Bürger wird durchleuchtet. Aber bei den Flüchtlingen gilt das alles nicht.


Keine Grenzkontrollen, keine Dolmetscher

Grenzkontrollen sind auch praktisch nicht mehr umsetzbar, weil einige wenige Exekutivbeamte stehen Tausenden von Flüchtlingen gegenüber. Die Polizei muss schon froh sein, nicht niedergerannt zu werden. Sie kann nur versuchen, das absolute Chaos zu verhindern. Dieser Zustand dauert nun schon Monate an. Die Dolmetscher an den Grenzen sind Freiwillige, die Führungsriegen aus Bundesregierung oder Landesregierungen schicken niemanden. Die Schilderungen der Zustände aus Traiskirchen bis nach Nickelsdorf sind eine Bankrotterklärung – für die Bundesregierung aber auch zum Teil für die Landesregierungen.


Gedanken und Taten

Es sind hunderte Gedanken, die einem angesichts dessen, was hier passiert, durch den Kopf gehen. Ich fühle mich auch in meinen persönlichen Lösungsansätzen bestärkt: Wir müssen das Problem an der Wurzel anpacken und unsere Hilfe vor Ort ansetzen!

Unterschiedlichste Ethnien, unterschiedlichste Kulturen und insbesondere die Tatsache, dass es sich hier um hunderttausende Muslime handelt, die zu uns kommen - über all das muss man einmal genauer nachdenken: Passen diese Menschen überhaupt in unseren Kulturkreis? Die Vorstellungen von einem Zusammenleben, welches uns die Muslime in vielen Regionen weltweit vorleben, sind für mich nicht akzeptabel und abzulehnen.


Unsere Forderungen

  1. Umgehendes militärisches Eingreifen einer Internationalen Armee unter UNO Mandat gegen den ISIS Terror wie gegen jeden sonstigen Terror gegenüber Bürgergesellschaften
  2. Sofortige Stärkung wie verbesserte Unterstützung der Anrainerstaaten, um mit diesen gemeinsam Schutzzonen vor Ort für die Bürger einzurichten! Konkret also die Türkei, den Nordirak, Jordanien oder den Libanon
  3. Aufforderung an die Arabische Liga, Hilfe zu leisten. Es gibt zahlreiche, riesengroße und fertige Zeltlagerstätten z.B. in Saudia Arabien. Es braucht keine Moscheen, sondern Essen, Trinken, ein Dach über den Kopf sowie neue Perspektiven für Ausbildungen und Jobs- vor Ort, in der Region.
  4. Sofortiger Beginn von wirtschaftlichen Aufbauhilfen in den Schutzzonen, damit die Flüchtlinge nicht nur geschützt sind, sondern wieder Perspektiven in ihrem Leben sehen. Konkret: Schulbildung, Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln, Entwicklung von Produktionsbetrieben - damit das Knowhow direkt vor Ort für eine positive Entwicklung bleibt und genutzt wird.


Nutzen der Hilfe vor Ort

a) Die betroffenen Bürger bleiben in ihrer „Heimatregion“, also in Ihrem Kulturkreis.

b) Sie werden nicht entwurzelt und entwickeln ihre eigenen Regionen weiter.

c) Die „Helfer“ - die Internationale Staatengemeinschaft, vor allem aber Europa - sparen sich viel Geld, da die Hilfe vor Ort deutlich billiger ist.

d) Die Verfremdung Europas und die Entstehung von Parallelgesellschaften bleiben aus.

e) Eine vor Ort angesetzte Hilfe stärkt auch die europäische Wirtschaft, weil diese beim Auf- und Ausbau der Schutzzonen mit Produkten und Knowhow mithelfen kann.

f) Wir helfen bei der Weiterentwicklung der Regionen nicht mit Waffen, sondern mit wirtschaftlichen Innovationen und zeigen damit, wie man auf friedlichem Weg Wohlstand schaffen kann.

 

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