Dietrich: Energie Steiermark: Postenschacher der übelsten Art auf Steuerzahlerkosten
Weitere Verschuldung geplant, obwohl rund 800 Mio. Euro im Landesbudget fehlen
Als "skandalös" bezeichnet die Klubobfrau des Team Stronach, Waltraud Dietrich, die in der heutigen Ausgabe der "Presse" bekannt gewordenen Pläne von schwarz/rot zum Rückkauf der 25-prozentigen Anteile an der Energie Steiermark. Laut dem Pressebericht planen schwarz/rot die 25-prozentige Beteiligung, welche von der französischen EDF gehalten wird, anstelle eines hochspezialisierten und finanzkräftigen Infrastrukturfonds selbst zurückzukaufen.
Dafür muss das Land Steiermark die gleiche Summe bezahlen, die von den Australiern nach einer Unternehmensbewertung geboten wurde -nämlich rund 250 Mio. Euro.
Offensichtlich ist der Unternehmenswert der Energie Steiermark dermaßen im Keller, dass entgegen der bisherigen Behauptungen, welche auch in die Bonitätsbeurteilung des Landes eingeflossen sind, die 25 Prozent nicht mehr 400 sondern nur mehr 250 Mio. Euro
wert sind, vermutet Dietrich. Laut dem Plan sollen jetzt 100 Mio. des Kaufpreises durch eine Sonderdividendenausschüttung von der Energie Steiermark selbst kommen und für die restlichen 150 Mio. will sich das Land noch mehr verschulden. Dies, obwohl in den nächsten beiden Jahren - entgegen der verbreiteten Unwahrheiten durch die Reformpartner - rund 800 Mio. Euro im Landesbudget fehlen.
"Offensichtlich", so Dietrich, "ist man sich bei den neuen Reformzwillingen nicht über die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Planes bewusst. Für die Energie Steiermark bedeutet dies eine finanzielle Belastung, die die Substanz des Unternehmens nachhaltig schädigt und Vorstand und Aufsichtsräte in große rechtliche Schwierigkeiten bringen kann -die Hypo-Alpe-Adria lässt grüßen!" Für das Land Steiermark bedeuten die neuerliche Verschuldung und das Downrating des Unternehmenswertes der Energie Steiermark, dass die internationalen Rating Agenturen mit großer Wahrscheinlichkeit eine Herabstufung der Bonität der Steiermark auf den internationalen Finanzmärkten vornehmen werden, warnt Dietrich; "dies kennen wir bereits aus Niederösterreich, Wien und Kärnten."
Dietrich appelliert an die Vorstände und den Aufsichtsrat der Energie Steiermark ,diesem Plan ihre Zustimmung zu verweigern und an die Mitglieder der Landesregierung, den australischen Finanzinvestor willkommen zu heißen und auch die restlichen Anteile bis auf die im Energiewirtschaftsgesetz geregelten 51 Prozent ebenfalls an einen Bestbieter zu verkaufen oder über die Börse zu privatisieren. Laut Dietrich kann es nicht sein, dass die steirischen Steuerzahler und Stromkunden für die Versorgung von abgewählten Parteifunktionären a la Voves eine Millionenlast aufgebürdet bekommen. Dietrich: "Nun wissen die ratlosen SPÖ Funktionäre in der Steiermark, zu welchen Preis Voves den Sessel des Landeshauptmannes an die ÖVP "verkauft" hat."