Dietrich: Asyl - Menschen bereits vor Ort helfen!

Zeltstädte sind menschenunwürdig, zudem muss Bevölkerung in Entscheidungen eingebunden sein

"Es ist gut und richtig, dass wir den Flüchtlingen aus Afrika helfen, aber diese Hilfe sollte vor Ort geleistet werden. Wenn die verzweifelten Menschen alles zurücklassen und auf der Reise nach Europa ihr Leben riskieren mussten, ist es zu spät. Es muss Aufnahmezentren vor Ort geben, noch bevor die Menschen in die Boote einsteigen", stellt Team Stronach Klubobfrau Waltraud Dietrich zur Debatte über die Zeltstädte fest. Österreich und Europa könnten nicht alle Menschen aufnehmen. "Doch selbstverständlich muss es für jene, die bereits hier sind, menschenwürdigere Möglichkeiten der Unterbringung geben als Zeltstädte", plädiert Dietrich für die Nutzung von bestehenden Ressourcen der Bundesimmobiliengesellschaft.

Dietrich kritisiert zudem, dass in der Standortfrage der Unterbringung von Flüchtlingen über die Bürgermeister drübergefahren wird. "Die Politik muss die Ängste und Sorgen der heimischen Bevölkerung ernst nehmen, sonst züchtet man heute die Konflikte von morgen", warnt die Klubobfrau.

Aber auch Europa müsse sich eingestehen, dass es Teil der Ursache des Flüchtlingsproblems ist, erklärt Dietrich. Grund sei die verfehlte Umwelt- und Agrarpolitik der EU. "Der verstärkte Einsatz von Biokraftstoffen aus Palmöl hat zu viele Investoren nach Afrika geführt, das geht zu Lasten der Kleinbauern, die zusehends vertrieben werden", macht Dietrich aufmerksam. Viele Menschen flüchten nicht nur vor Krieg und Verfolgung, sondern, weil ihnen in Afrika die Lebensgrundlage entzogen wurde!" Hier solle die EU endlich ansetzen und eine verantwortungsvolle Politik machen. "Die Menschen brauchen eine Lebensgrundlage, wir haben kein Recht dazu, Afrika auszubeuten!", mahnt Dietrich.

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