Steinbichler: Nur Qualitätsgütesiegelgesetz sichert Gesundheit der Konsumenten

Aktionszeitraum Mutter Erde - faire und klare Kennzeichnung bei Lebensmitteln und Fertigprodukten gefordert!

„Wer Lebensmittel nicht ausreichend kennzeichnet, spielt nicht nur mit der Gesundheit, sondern auch mit dem Leben seiner Konsumenten“, warnt Team Stronach Wirtschafts- und Konsumentenschutzsprecher Leo Steinbichler und fordert die nächste Regierung auf, das seit 2009 vertagte und längst überfällige Österreichische Qualitätsgütesiegelgesetz endlich umzusetzen. „Viele der im Aktionszeitraum Mutter Erde aufgezeigten Themen und Probleme würden damit wesentlich verbessert bzw. sogar gelöst werden. Gerade in Zeiten, in denen Konsumenten vermehrt mit billigen Substituten, wie Palmöl oder Analogkäse, abgespeist werden, deren gesundheitliche Wirkungen wissenschaftlich noch nicht klar belegt sind und die zunehmend unsere gesunden, regionalen Produkte verdrängen, ist es notwendig, Lebensmittel und Fertigprodukte klar zu kennzeichnen. Konsumenten müssen sicher sein, dass das, was drauf steht, auch zu 100 Prozent drin ist!“, so Steinbichler.

„75 Prozent der Lebensmittel, fast alle Süßwaren und auch Kosmetika enthalten mittlerweile das gefährliche Palmöl, welches dem Konsumenten als „gesundes Fett“ verkauft wird. Doch Palmöl ist ein billiges Fett, das die Welt zerstört“, mahnt der Team Stronach Mandatar. 1000 Hektar Regenwald werden pro Stunde brandgerodet. „Das ist nicht nur ein fatales Verbrechen an Mutter Erde, dem Klima und der Umwelt, sondern auch an der Bevölkerung und an der Tierwelt. Viele Tiere, etwa die Königstiger oder Orang-Utans sind extrem gefährdet“, erklärte Steinbichler. Der Anbau erfolge zudem in Monokulturen und unter massivem Chemieeinsatz. „In denselben Mengen, wie abgeholzt wird, wird auch die Glyphosat-Produktion gesteigert“, so der Team Stronach Agrarsprecher. Europa ist der zweitgrößte Palmölimporteur nach Indien. „Man muss sich vor Augen halten, wozu der Austausch von Palmöl durch heimische europäische Öle führen würde, denn im Moment gibt es 29 Mio. Milchkühe in Europa. Würde man Palmöl durch Butter ersetzen, bräuchte man zusätzlich 31 Mio. Milchkühe. Dann hätten wir ein Wirtschaftswunder!“, so Steinbichler. 

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