Naderer: Videoüberwachung für Bergheimer Rindermeile gefordert

Auch Schlachtkuh „Isabella“ wurde mit Eisenstangen gejagt

Auf Grund des aktuellen TV-Berichtes und weil derartige „Schlagstock-Vorfälle“ keine Einzelfälle sind fordert Klubobmann LAbg. Helmut Naderer eine 24-Stunden Videoüberwachung für den Bereich der „Bergheimer Rindermeile“. Ein Zuschalt- und Ansichtsrecht sollen alle Amtstierärzte erhalten. „Damit wäre sichergestellt, dass die „Schlagstock-Attacken“ gegen die wehrlosen Kälber und Rinder eingestellt werden“.

Causa in die Landesregierung
Das Thema wird den nächsten Arbeitsausschuss der Salzburger  Landesregierung beschäftigen, da das Team Stronach für Salzburg als Regierungspartei den Tagesordnungspunkt einbringt. Naderer sieht für das Land Salzburg erhöhten Handlungsbedarf, zumal der Landtag am 20. März 2002 einstimmig den Tierschutz in den Verfassungsrang erhob: Tiere sind keine Sachen, sondern Mitgeschöpfe Gottes, die auch entsprechend respektvoll zu behandeln sind.

Isabella entkam Häschern
Naderer weiß, dass Schlagstöcke in der „Rindermeile“ häufig zum Einsatz kommen. Auch die Schlachtkuh „Isabella“ war von ihren Häschern mit Eisenstöcken verfolgt worden. Sie konnte sich auf eine Wiese neben der Lamprechtshausener Landesstraße flüchten. Nach einem Polizeieinsatz wurde sie zum Gut Aiderbichl gebracht, wo sie bis heute glücklich ihr Gnadenbrot genießt.

Schlachtindustrie in Bergheim
Wie eine Landtagsanfrage des TSS ergab, stiegen im Jahre 2013 in Bergheim 78.126 „Rinderseelen“ zum Himmel auf. Das sind durchschnittlich 300 Schlachtungen pro Arbeitstag. „In Bergheim hat sich eine richtige Schlachtindustrie entwickelt. Die vielen Rinder können von den heimischen Bauern gar nicht angeliefert werden. So werden sie oft von alten Kolchosen der ehemaligen Ostblockländer stundenlang nach Salzburg gekarrt. Und verlassen dann geschlachtet als „Alpenrind“ den Schlachthof“, zeigt Naderer auf.

Zurück